Video 2: Externe Datenträger

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Externe Festplatten, USB-Sticks und Datenträger wie CD/DVD aus unbekannter Herkunft sollten nicht ohne Rücksprache an firmeneigene Geräte angeschlossen oder eingelegt werden. Denn diese Komponenten könnten präpariert sein und stellen somit eine große Gefahr für das Unternehmen dar.

Stellen Sie sich vor, Sie finden auf dem Firmenparkplatz oder im Eingangsbereich einen USB-Stick. Was machen Sie damit? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten von Ihnen die richtige Antwort kennen. Bevor ich die richtige Antwort gebe, möchte ich beschreiben, welche Gedanken in vielen Köpfen nun ablaufen: Ich würde ja schon gern wissen, was auf dem Stick drauf ist… Vielleicht ja irgendwas geheimes oder spannendes … Und dann: Na, ich habe es ja auf dem Firmengelände gefunden, da kann es sich ja nur um einen Stick eines Kollegen handeln und natürlich soll er/sie diesen Stick zurückbekommen. Also, kurz in den eigenen Rechner einstecken, um den Besitzer ausfindig zu machen. Also nehmen wir mal an, Sie folgen Ihrer intuitiven Neugier und schließen den USB-Stick an und – er ist leer. Nichts drauf. Sieht zumindest so aus. Genauso gut kann es sein, dass sich im Moment des Einsteckens ein für Sie unsichtbares Programm in Ihrem Netzwerk einnistet, dort Unheil anrichtet oder dem Urheber des Schadprogramms Zugriff auf Ihr Netzwerk von außen ermöglicht.

Die richtige Antwort lautet also: Solch einen gefundenen USB-Stick NIE NIE NIE in Ihren Firmen PC einstecken.

Übrigens, ich würde diesen Stick auch nicht im meine privaten Geräte einstöpseln…
Was sollten Sie also tun? Übergeben Sie den Stick Ihrer EDV-Abteilung zur Überprüfung. Hier wird der Stick dann in einen vom Netzwerk losgelösten und mit speziellen Programmen ausgestatteten Rechner eingesteckt und auf Bedrohungen überprüft. Ohne Netzwerkverbindung kann auch ein präparierter Stick keinen Schaden anrichten.

Entsorgung von Datenträgern:
Bitte entsorgen Sie Datenträger niemals selbst in dem guten Glauben, dass keine Daten mehr darauf enthalten sind. Hierzu zählen USB-Datensticks, SD-Karten aus Digitalkameras, defekte Smartphones, CDs, DVDs oder Festplatten. Bei vielen Datenträgern löschen Sie scheinbar die Daten, faktisch sind diese aber noch vorhanden. Der Löschvorgang erfolgt technisch häufig nur durch das Löschen des Inhaltsverzeichnisses. Die Daten selbst sind noch da und können mit frei zugänglichen Programmen wieder hergestellt werden. Für CDs oder DVDs gibt es „Shredder“, die die Oberflächen mit einem Muster zerstören. Für Festplatten gibt es zertifizierte Betriebe, die nach bestimmten Normen die Daten richtiggehend zerstören. Fragen Sie bitte unbedingt Ihre EDV-Ansprechpartner, wenn Sie Datenträger entsorgen wollen.

Noch eine kleine Geschichte: Eines Tages ist mein Handy runtergefallen – und war kaputt. Mein Mobilfunkvertrag lief noch und ich hatte keine Versicherung, daher wollte ich nun eine preisgünstige Ersatzlösung. Ein Kollege sagte mir, er hätte gerade ein neues Handy gekauft und er würde mir sein altes (das war noch ein Nokia J ) für kleines Geld verkaufen. Gesagt, getan.

Irgendwann später, ich hatte mich in Ruhe mit dem Handy beschäftigt, stieß ich auf einmal auf die gesamte SMS-Korrespondenz, die der Vorbesitzer mit seiner Frau hatte. Ich gebe zu, die ein oder andere SMS (keine drei!!!) habe ich gelesen, die Neugier… Sehr schnell war zu erkennen, dass dies eine „Trennungskommunikation“ war, ich wusste, dass der Kollege seit kurzem von daheim ausgezogen war und seine Frau sich von ihm getrennt hatte. Definitiv keine Nachrichten, die eine dritte Person hätte lesen sollen. Natürlich habe ich die gesamte SMS-Historie unverzüglich gelöscht – und ihm davon nie erzählt. Also, alles, was irgendwann einmal persönliche Daten beinhaltet, immer sehr sorgfältig und umfangreich löschen…